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ExNa steht auch für geballte Frauen-Power – Das 2. BusinessWomanBarCamp Sachsen-Anhalt

 

Das BarCamp-Fieber hat Sachsen-Anhalt seit einiger Zeit fest im Griff und durch Tagungskompetenz Marianna Ackermann auch vor unserem ExNa-Team kein Halt gemacht. Bereits im Frühjahr waren wir zu Gast im GründerBarCamp und konnten dort einen tollen Workshop-Tag miterleben. So fiel schnell die Entscheidung, zum BusinessWomanBarCamp einfach „Ja!“ zu sagen. In der Villa Böckelmann – Bildungsnetzwerk Magdeburg empfing Marianna – Wir duzen nämlich im BarCamp für eine Kommunikation auf Augenhöhe – ihre Gäste am 10.09.2019, unter denen sich Geschäftsfrauen verschiedenster Art einreihten. Egal ob Geschäftsführerin, Gründerin, Führungskraft, Inhaberin oder Selbstständige, hier tauschten sich echte Power-Frauen zu sämtlichen Themen aus, die sie in ihrem Geschäftsalltag bewegen.

Ganz BarCamp-typisch startete der Tag mit der Ideensammlung, in der zusammengetragen wurde, welche Inhalte am Workshop-Tag diskutiert werden. Während des BarCamps können Vorschläge zu Expertenrunden gemacht werden, sich persönliche Ratschläge eingeholt oder frei zu aktuellen Themen diskutiert werden. Wie man sich als Frau in typischen Männerdomänen behaupten und die eigenen beruflichen Perspektiven ausbauen kann war nur eins der vielen interessanten Themen des Tages. In anderen Sessions wurde über Online-Marketing, die Vorzüge der Kundenbindung offline versus online oder auch die Positionierung der eigenen Marke und dem Erreichen der persönlich relevanten Kundengruppen gesprochen. Neben den fachlichen Themen gab es auch Gesprächsrunden zu allgemeineren Gedanken: Wie bleibe ich motiviert? Wie finde ich eine Mastermind-Gruppe? Wie gehe ich mit Versagensängsten um und wie grenze ich meine berufliche Passion vom eigenen Selbstwertgefühl bei Rückschlägen ab? Über all diese Fragen wurde sich offen und ohne Wertung ausgetauscht und die Unterstützung der Mitstreiterinnen eingeholt.

Eine Besonderheit des BusinessWomanBarCamps war der Auftritt von Anouk Ellen Susan als Keynote-Speakerin. Die gebürtige Niederländerin ist seit ihrem 27. Lebensjahr in einer Führungsposition und außerdem internationale Marketingexpertin, Unternehmerin, Speakerin, Moderatorin, Consultant… und die Liste könnte man bei ihrem bewegten und unfassbar interessanten Lebenslauf wohl noch eine Weile weiterführen. Mit ihrer durchdringend positiven Einstellung begeisterte sie ihre Zuhörerinnen und brachte allen ihr Lebensmotto nah: „Das Nein hast Du, das Ja kannst Du bekommen – Upgrade Yourself!“. So schaffte sie es bereits zu Beginn des Tages allen einen gehörigen Schwung Motivation mitzugeben und beteiligte sich auch selbst aktiv mit viel hilfreichem Input an den verschiedenen Sessions. Wir bedanken uns bei der Organisatorin & Momentgestalterin Marianna für den großartigen BarCamp-Tag und besonders auch bei Anouk für die zahlreichen Anregungen, einfach mehr für das Selbst zu tun!

 

Unter den folgenden Links gibt es noch mehr Informationen zum BusinessWomanBarCamp und zu Anouk Ellen Susan

Die EVENTUS Wirtschaftsberatung GmbH als neues Mitglied und Partner des LVGA

 

Der Landesverband Großhandel – Außenhandel – Dienstleistungen Sachsen-Anhalt e.V. lud am 05. September in die Handwerkskammer Magdeburg zur ordentlichen Mitgliederversammlung ein. Nachdem am Nachmittag die Tagesordnung bekannt gegeben wurde und der Vorstand sowie die Rechnungsprüfung ihre Berichte abgaben und diese ausgewertet wurden, folgte eine aufschlussreiche Rede von Oberbürgermeister Lutz Trümper zur aktuellen Wirtschaftslage und den Entwicklungen der Stadt Magdeburg. Katharina Geißler, Leiterin der LVGA Geschäftsstelle Sachsen-Anhalt, richtete sich anschließend an das Publikum mit einigen abschließenden Statements und verlor noch einige Worte über ihren Werdegang im LVGA und bedankte sich bei ihrem Mentor und  Verbandsjurist Bodo Spahn sowie Geschäftsführer Philipp Neddermeyer für die stetige Unterstützung. Nach dem daten- und faktengeladenen Nachmittag leitete sie so gekonnt in den legeren Teil des Abends über, der zum Austausch und Netzwerken animierte. Im Haus des Handwerks wurden anschließend die Gäste sowie die neuen Mitglieder des LVGA vorgestellt. Die EVENTUS Wirtschaftsberatung GmbH ist seit diesem Jahr ebenfalls Mitglied im LVGA und wurde durch Katharina Bönig, Mitarbeiterin im Bereich PR & Marketing, vertreten. Alle neuen Mitglieder waren eingeladen, sich vorzustellen und mit einem kleinen Stand die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. So konnte Frau Bönig alte und neue Netzwerkpartner zu den Erfolgen der EVENTUS Wirtschaftsberatung GmbH und dem Projekt „ExNa – Existenzgründungen im Rahmen der Unternehmensnachfolge“ updaten. Zu den neuen Kontakten zählen zum Beispiel die LVGA Mitglieder Josephine Böttge, Lohnkostenmanagerin, und Wolfram Dreischarf, Kundenberater für Arbeitsmarktdienstleistungen der TÜV Rheinland Akademie GmbH. Wir bedanken uns beim LVGA für die Einladung und den Auftakt zu einer engen Partnerschaft!

Die erste Projekt-ExNa-Hochzeit ist geschafft! Juliane Petzold-Zwahr übernimmt das „Eiscafé und mehr“

 

 Am 09.08.2019 war es nach langen Anstrengungen soweit: Juliane Petzold-Zwahr hat alle Hürden gemeistert und nun offiziell die Nachfolge für das „Eiscafé und mehr“ in Gröbers-Kabelsketal angetreten. Wir wollten es uns natürlich nicht nehmen lassen, Frau Petzold-Zwahr persönlich zu ihrem Erfolg zu gratulieren und haben sie zur feierlichen Übergabe in ihrem Eiscafé besucht. Steffen Voß, Geschäftsführer der EVENTUS Wirtschaftsberatung GmbH und Katharina Bönig, Teammitglied des Projektes ExNa haben neben weiteren geladenen Gästen wie Stefanie Hartung von der Volksbank Halle (Saale) eG und Dr. Daniel Schultewolter von der Wirtschaftsförderung des Saalekreises an den Feierlichkeiten teilgenommen. Bei schönstem „Eis-ess-Wetter“ begrüßte Frau Petzold-Zwahr ihre Gäste.

Stefanie Hartung (Volksbank Halle (Saale) eG) und Dr. Daniel Schultewolter (Stabsstellenleiter Wirtschaftsförderung Saalekreis) zählten zu den ersten Gratulanten

Zu der Übergabe waren zahlreiche Medienvertreter und Vertreter des Wirtschaftsministeriums, der Kammern, Landkreise, Agenturen für Arbeit und weitere Netzwerkpartner eingeladen. Steffen Voß richtete sich zur Eröffnung des Nachmittages mit einer kurzen Rede an die Gäste und gewährte einen Einblick in das Projekt und den spannenden Weg, den Frau Petzold-Zwahr und Frau Kühn zurückgelegt haben, um mit Hilfe des Projekt-Teams die Nachfolge zu meistern. Dabei ehrte er das Lebenswerk von Frau Kühn und wünschte Frau Petzold-Zwahr nur das Beste in ihrer zukünftigen Selbstständigkeit.

Nach der Rede von Steffen Voß überreichten Herr und Frau Kühn der Neuinhaberin noch sämtliche Schlüssel für das „Eiscafé und mehr“ – wirklich sämtliche Schlüssel – und sorgten damit für große Belustigung bei allen Zuschauern. Auch ein persönliches Geschenk von Frau Kühn an Frau Petzold-Zwahr durfte nicht fehlen. Anschließend folgten gute Gespräche mit den Gästen und die ersten probierten bereits die angebotenen Eisköstlichkeiten, für die das Eiscafé überregional bekannt ist. Wir bedanken uns ganz herzlich für die Einladung zur feierlichen Übergabe und wünschen Frau Petzold-Zwahr weiterhin alles Gute!

Mehr zur ersten Projekt-ExNa-Hochzeit kann in unserer Story nachgelesen werden!

ExNa zu Gast auf dem Sommerfest der Otto-von-Guericke Business School Magdeburg

 

Das Sommerfest der MBA vom 22.06.2019 richtete sich an Studierende, Alumni und die Dozenten/innen der Otto-von-Guericke Business School Magdeburg. Ab 17:00 Uhr gab es in der Viehbörse in Magdeburg ein buntes Programm. Auch die Kinder der Gäste kamen hier nicht zu kurz: sie wurden in einer Spielecke betreut, konnten dort basteln oder sich schminken lassen. In einer Photobox konnten die kleinen Gäste mit einer Robe eine Alumna oder einen Alumnus mimen.

 

Alle Besucher/innen waren eingeladen, an den „wissenschaftlichen Experimenten“ teilzunehmen. Bei einem Schätzspiel konnten die Besucher zum Beispiel raten, wie viele Cent-Stücke sich in einem durchsichtigen Sparschwein befinden. Zum Abend hin wurde dann verkündet, wer über das beste Schätztalent verfügte. Bei einem Würfelspiel durften sich die Mitspieler so viele Süßigkeiten nehmen, wie die gewürfelte Augenzahl betrug. Da die Würfel auffallend häufig im oberen Zahlenbereich lagen, stellen wir ganz leise die Vermutung an, dass die Mitspieler/innen ihr Glück teilweise selbst in die Hand genommen haben könnten. 😉 Für das leibliche Wohl war mit einem leckeren Grillbuffet und italienischem Eis gesorgt.

 

Nach der Eröffnung folgte eine Podiumsdiskussion mit Staatssekretär Dr. Jürgen Ude (Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung), Rainer Nitsche (Dezernat Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit der Landeshauptstadt Magdeburg) und Prof. Dr. Joachim Weimann (Geschäftsführer der Otto-von-Guericke Business School Magdeburg) zur Wirtschaftsförderung der Hochschulstandorte. In einer Gegenüberstellung von Regionalität versus Zentralität wurde auf die Gefahr eines drohenden Abhängigkeitsverhältnisses der ländlichen Regionen gegenüber den Ballungsgebieten verwiesen, sollte die Förderung sich auf letztere konzentrieren. Im Anschluss gestaltete das Team des Projektes ExNa einen Teil des Programmes aus. Kirsten Jaeschke stellte zwei attraktive Unternehmen vor, die sich in der Nachfolgeplanung befinden. Zum einen Herr Eichler von Rednerpulte Eichler Präsenter Design, der sich auf die individuelle Gestaltung von Rednerpulten, Kommunikationsterminals und Medienracks spezialisiert. Zum anderen Andreas H.A. Knoche von Lehrmittel Knoche, der einen Schultafel- und Lehrmittelservice betreibt und die Wartung, Sicherheitsprüfung und Instandsetzung von Schultafeln in Schulen, Kindergärten und anderen Bildungseinrichtungen übernimmt. Das Publikum zeigte reges Interesse an beiden Unternehmungen, sodass es im Nachgang zu vielen Gesprächen kam. Wir hoffen, dass unser Team die Studierenden für die Existenzgründung und die Option der Unternehmensnachfolge sensibilisieren konnte.

 

Wir bedanken uns bei der Otto-von-Guericke Business School für die Einladung und freuen uns auf das Sommerfest im kommenden Jahr!

Unser zweiter ExNa-Workshop - Die "Zukunftswerkstatt"

 

 

Nach unserem ersten Workshop zum Changemanagement folgte bereits am 15. Juni unser zweites Seminar. In einer „Zukunftswerkstatt“ schärften die Teilnehmer des Seminars ihre Vision für ihre kurzfristige sowie langfristige berufliche Entwicklung. Wie bereits in unserem ersten Workshop konnten wir Nicole Eisenschmidt von Make Your Change als Dozentin gewinnen. 


Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, in der Frau Eisenschmidt den aktuellen Stand der Existenzgründer und Jung-Unternehmer verortete, folgte bereits der inhaltliche Schwerpunkt des Seminars. In einem Blick auf den Zeitraum bis 2025 wurden Themen zusammengetragen, die die Teilnehmer in den nächsten Jahren gesellschaftlich und wirtschaftlich bewegen werden. In einem Perspektivausblick sammelte jeder dazu Ideen, was diese Herausforderungen für das eigene Unternehmen sowie für die eigene Person bedeuten werden. 

Eine Zukunftsvision zu erstellen ist eine komplexe Aufgabe, die mittels der Hüte-Methode, oder auch den „Thinking Hats“, umgesetzt wurde. Die Teilnehmer nutzten verschieden farbige „Hüte“, um die komplexe Aufgabenstellung zu bewältigen. Unter dem „roten Hut“ wurden Emotionen angesprochen: positive wie negative, die frei von Wertung oder Rechtfertigung dargelegt wurden. Hier kam es darauf an, auf die eigene Intuition zu hören. Mit dem „weißen Hut“ wurden Daten und Fakten gesammelt, um sich einen objektiven Überblick frei von persönlicher Meinung zu schaffen. Der „schwarze Hut“ sollte der Kritik dienen: Welche Bedenken und Zweifel treten auf und was kann alles schief gehen? Anschließend war der „gelbe Hut“ an der Reihe. Hier wurden Chancen und realistische Hoffnungen in einer optimistischen Sichtweise zusammengetragen. Zuletzt wurden unter dem „grünen Hut“ kreative Ideen und neue Ansätze gesammelt, die 2025 von Relevanz seien könnten.

Am Ende des Seminars stellte jeder der Jung-Unternehmer sein ganz persönliches Zukunftsbild, dass er anhand der Hüte-Methode erarbeitet hat, in einem kurzen Pitch vor. Gemeinsam wurde offen über die Ergebnisse diskutiert.

 

Wir bedanken uns erneut ganz herzlich bei Frau Eisenschmidt und unseren Teilnehmern für den produktiven und spannenden Tag!

„Einfach mal machen“ – Das Projekt ExNa lud in die Xampanyeria ein

 

Am 28.05.2019 hat das Team des Projektes ExNa in die Xampanyeria in Magdeburg eingeladen, um Gründungsinteressierte und bereits Selbstständige über die Möglichkeiten der Unternehmensnachfolge zur Existenzsicherung zu informieren. In entspannter Atmosphäre führte Tino Grosche, Inhaber der Xampanyeria, als Moderator durch den Abend. Lukas Lichtenberg aus dem ExNa-Team gab einen Einblick in das Projekt und hat stets alle Nachfragen beantwortet. Zudem waren Josefine Ullmann von Elb Estate und Daniel Schaub als Speaker vor Ort und gaben einen Einblick in ihren Werdegang und ihre Entscheidung, sich an die Berater von ExNa zu wenden. Die zahlreichen weiteren Gäste wurden aktiv durch Grosche mit einbezogen, sodass jeder seinen Gedanken zum Thema Unternehmensnachfolge und Portfolioerweiterung freien Lauf lassen konnte. Das Motto „Einfach mal machen“ war somit Programm.

Moderator Tino Grosche, ExNa-Teammitglied Lukas Lichtenberg und Daniel Schaub
Moderator Tino Grosche, ExNa-Teammitglied Lukas Lichtenberg und Daniel Schaub

„Das Projekt ExNa ist mir eine große Hilfe und Unterstützung. Ich habe mich ganz bewusst für das Projekt entschieden, da hier auch die weichen Faktoren der Übernahme berücksichtigt werden und zum Beispiel auf emotionale Befindlichkeiten im Übergabeprozess eingegangen werden. Die Unternehmensnachfolge ist eine große Chance, da Innovationen aus den bestehenden Kompetenzen der Mitarbeiter entwickelt werden können. Für mich war immer klar, dass ich mich selbstständig machen möchte, denn: Das Unternehmertum ist für mich wie ein Infekt, aber im positiven Sinn. Einmal von dem Gedanken angesteckt, hat es mich nicht mehr losgelassen. Das Projekt ExNa steht in diesem Vorhaben an meiner Seite.“ - Daniel Schaub

Moderator Tino Grosche interviewt Josefine Ullmann, Inhaberin von Elb Estate
Moderator Tino Grosche interviewt Josefine Ullmann, Inhaberin von Elb Estate

„Es gibt ein großes Potenzial in den bestehenden Unternehmen und zwar die Digitalisierung. Ich möchte neben meinem Unternehmen, Elb Estate, noch ein weiters übernehmen, in dem ich meine Erfahrungen aus der Immobilienbranche einbringen kann. So ist es mir möglich, mich weiter abzusichern und mein Portfolio zu erweitern. Ich bin durch die Kick-Off-Veranstaltung auf das Projekt ExNa aufmerksam geworden. Mir ist besonders wichtig, dass die Berater als objektiver Vermittler agieren können. Oft hängt ein großer emotionaler Wert am eigenen Unternehmen und da braucht es eine Instanz, die beide Seiten der Übergabe im Blick hat.“

- Josefine Ullmann

Unter diesem Dropbox-Link stehen die Bilder der Veranstaltung zum Download zur Verfügung.

Mehr Informationen zum Projekt gibt es unter www.europa.sachsen-anhalt.de

Unser erster ExNa-Workshop "Changemanagement"

 

 

Am 25.05. fiel der Startschuss zu unserer eigenen Schulungsreihe für unsere Teilnehmer/innen. In Wochenendseminaren möchten wir die im Projekt eingeschriebenen Existenzgründer/innen in diversen Soft und Hard Skills trainieren und sie so auf ihre künftigen Aufgaben als Nachfolger/innen vorbereiten.

 

Als erstes Schulungsthema haben wir „Changemanagement“ gewählt. Hier wurde der gesamte Veränderungsprozess beleuchtet, der mit einer Unternehmensnachfolge einher geht. Nicole Eisenschmidt von Make Your Change ist Expertin auf diesem Gebiet und leitete den ExNa-Workshop. An dem Seminar nahmen sechs unserer Jung-Unternehmer teil, die sich auf den Nachfolgeprozess vorbereiten oder bereits mitten darin sind.


Einer der Schwerpunkte war der Veränderungsprozess als emotionale Achterbahnfahrt. In einem Diagramm wurde eine Veränderungskurve erstellt, die als Erklärungsmodell für menschliche Emotionen bei positiven wie negativen Veränderungen dient, woraus bestimmte Handlungsmuster im Umgang mit selbigen resultieren. Der zeitliche Ablauf der Kurve kann je nach der individuellen Persönlichkeitsstruktur stark variieren. Die Reihenfolge von Vorahnung – Verneinung – Schock – rationaler und emotionaler Akzeptanz mit den dazugehörigen Gefühlen von Sorge – Wut – Angst – Frust – Trauer bleibt dabei bestehen. Auch die Gewohnheit im Umgang mit Veränderungen spielt hier eine große Rolle in der persönlichen Ausprägung des Kurvenverlaufes.

Ein weiterer wichtiger Faktor im Change-Prozess ist das Rollenverständnis des potenziellen Nachfolgers. Hier wurden verschiedene Fragen aufgeworfen:

  • Wie ändern sich die Rollenerwartungen, die an mich gestellt werden? Die Teilnehmer hatten schnell Ideen zu dieser Frage: Ich selbst in der Chefrolle versus dem Altinhaber, den Mitarbeitern der Firma, Kunden und Lieferanten sowie gegenüber der eigenen Familie in Bezug auf die Selbstständigkeit.
  • Worin liegt meine Verantwortung begründet? Oder um genauer zu sein: Welchen Erwartungen möchte/kann ich gerecht werden? Wie und wo setze ich Grenzen gegenüber unangemessenen Erwartungshaltungen von außen? Wo liegt meine Verantwortung in der Nichterfüllung von Erwartungen?
  • Wie kann ich meine Führungsverantwortung reflektieren? Konkrete Fragestellungen sind beispielsweise: Was treibt mich an? Wo reagiere ich übermotiviert? Was motiviert andere und wie kann ich das nutzbar machen?

Ebenso ist die Kommunikation ein nicht zu unterschätzender Erfolgsfaktor in Veränderungsprozessen. Die folgende Kette, die am Workshop-Tag erstellt wurde, soll dies anschaulich verdeutlichen.

Zitat nach Konrad Lorenz
Zitat nach Konrad Lorenz

Im letzten großen Themenkomplex wurde auf die zu berücksichtigenden Mitarbeiterstrukturen und insbesondere die Teamentwicklungsphasen eingegangen. Eine wichtige Frage, die sich jede/r der Jung-Unternehmer/in stellen sollte wurde hier aufgeworfen: Worin liegt die Verantwortung der Führungskraft in der Begleitung von Teambildungen?

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Frau Eisenschmidt für ihren reichlichen Input und bei unseren Teilnehmern für den spannenden Tag!

ExNa zu Gast bei der Gründerwoche der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

 

Unser Team folgte am 16. Mai 2019 der Einladung des Gründerservice der Uni Halle, Teil des Programms im Rahmen der Gründerwoche zu werden. Im Löwengebäude der Uni trafen sich Netzwerkpartner von ExNa, um zu verschiedenen Fachrichtungen rund um das Thema „Gründung“ zu referieren. Neben ExNa waren unter anderem die Investitionsbank Sachsen-Anhalt, die Gründungsberater der Uni Halle und BPC – DIE UNTERNEHMERinnen AKADEMIE vor Ort, um die Fragen der Studierenden zu beantworten.

 

Den Anfang machte am letzten Tag der Gründerwoche Christian Ballerstedt von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt. Er stellte die verschiedenen Förderprogramme aus den Bereichen ego.-Gründungstransfer, ego.-Start und Sachsen-Anhalt Digital vor. Auf letzteres ging er besonders im Detail ein, da das Förderprogramm Sachsen-Anhalt Digital eine Neuerung darstellt. Unter den Stichworten Digital Creativity, welches sich mit der Entwicklung von Produkten und der Schaffung innovativer audiovisueller Medienprodukte mit interaktiven Inhalten befasst und Digital Innovation, in dem es um die Entwicklung von Prozessen in zukunftsweisenden Technologien geht, konnte er großes Interesse im Publikum wecken. Gerade für Studierende, die sich allein oder in Gruppen mit dem Gedanken der Neugründung beschäftigen, war dieser Slot besonders interessant. Anschließend wies Moritz Bradler, Gründungsberater der Uni Halle auf Gründungsförderprogramme auf Bundesebene hin, wie zum Beispiel das exist Gründerstipendium, dass eine Anschlussfinanzierung für Start-Ups sichern kann und damit eine Ergänzung zu den Förderprogrammen der Investitionsbank darstellt.

 

Stefan Ahrens, Gründungsberater des Gründerservice „Start it up“ stellte Gründerbasics und Best Practice Beispiele zum Thema Neugründung vor. „Wie wird man Unternehmer? Welche Schritte muss man gehen? Welche Tipps gibt es für Gründer?“ sind nur wenige der Fragen, die er den Studierenden als Denkanstoß stellte. Er beschäftigte sich in seinem Slot also mit den grundlegenden Überlegungen, die man vor einer Gründung anstellen sollte. Von der Ideenfindung und der Suche nach Nischen über das passende Geschäftsmodell bis zu rechtlichen Fragen und der sozialen wie finanziellen Verantwortung schnitt er einige wichtige Punkte an. Als Best-Practice-Praxisbeispiel führte er Claudia Geigenmüller an, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht hat und seit 2015 unter ihrem Kreativlabel www.muehlenkind.com erfolgreich Brett-, Würfel- und Kartenspiele entwirft und Spielideen bewertet – beispielsweise für den Ravensburger Spieleverlag.

 

Den dritten Slot des Tages gestaltete Mila Bruk, Projektmitarbeiterin von BPC – DIE UNTERNEHMERinnen AKADEMIE gemeinsam mit Claudia Zeidler, Geschäftsführerin und Inhaberin des Edeka Weißenfels, zu den Vor- und Nachteilen eines Franchisesystems. Nach einer Vorstellung von BPC und einem fachlichen Abriss zum Franchisebegriff sowie einer Darstellung von Vor- und Nachteilen anhand einiger Beispielunternehmen durch Frau Bruk, brachte Frau Zeidler den praktischen Part mit ein. Im Jahr 2018 gewann sie den Preis „Unternehmerin des Landes“ in der Kategorie „Mehr als 6 Mitarbeiter/innen“. In ihrer mehrfach ausgezeichneten Filiale in Weißenfels beschäftigt sie aktuell 135 Mitarbeiter/innen, deren Zufriedenheit und Rückhalt für sie einen großen Stellenwert hat. Neben ihren Ausführungen zu ihrem Werdegang und den spezifischen betrieblichen Strukturen im Erwerb einer Edeka-Filiale gab sie den Studierenden vor allem hilfreiche Tipps in Sachen Mitarbeiterführung. Mit ihrer sympathischen und ehrlichen Art konnte sie die Studierenden voll für sich einnehmen.

 

Zum Ende des Programmes war das ExNa-Projekt-Team an der Reihe, dem Publikum - im Gegensatz zu den vorigen Slots mit dem Fokus auf Neugründung - die Gründung im Rahmen der Unternehmensnachfolge näher zu bringen. Hierzu stellte Kirsten Jaeschke vom ExNa-Team das Projekt mit dessen Anliegen und Inhalten vor. Die neue Ausrichtung des Programms regte die Studierenden zu zahlreichen Fragen an. Als Speaker konnte ExNa Frau Elke Simon-Kuch von SIMON WERBUNG für sich gewinnen. Aus der eigenen Betroffenheit, eine Familiennachfolge anzutreten, erzählte sie aus ihrem Erfahrungsschatz zur Nachfolgethematik. In familiärer Atmosphäre ging sie ausführlich auf die Nachfragen der Studierenden ein, erzählte über ihre Studienzeit und die Anfänge ihrer beruflichen Laufbahn im Betrieb ihrer Mutter und gab Einblick in den Prozess und die Hürden der Entscheidungsfindung, gemeinsam mit ihrem Bruder die Familienunternehmung zu übernehmen. Als ehemalige Studentin der Uni Halle war der Auftritt für Frau Simon-Kuch ein echtes Heimspiel. Mehr zum Thema „Familiennachfolge“ gibt es im Beitrag auf unserer Website unter Stories.

 

 

Wir bedanken uns ganz herzlich beim Gründerservice der Uni Halle für die Kooperation und freuen uns auf die nächsten gemeinsamen Veranstaltungen!

 

UNSERE VERANSTALTUNGEN


27 DEZ 2019

Rückkehrertag 2019

Hamburg

ExNa baut von 10 - 13 Uhr Informationsstände in den folgenden Orten auf

 im Kulturbahnhof in Halberstadt

 im Stadthaus in Halle (Saale)