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„Einfach mal machen“ – Das Projekt ExNa lud in die Xampanyeria ein

 

Am 28.05.2019 hat das Team des Projektes ExNa in die Xampanyeria in Magdeburg eingeladen, um Gründungsinteressierte und bereits Selbstständige über die Möglichkeiten der Unternehmensnachfolge zur Existenzsicherung zu informieren. In entspannter Atmosphäre führte Tino Grosche, Inhaber der Xampanyeria, als Moderator durch den Abend. Lukas Lichtenberg aus dem ExNa-Team gab einen Einblick in das Projekt und hat stets alle Nachfragen beantwortet. Zudem waren Josefine Ullmann von Elb Estate und Daniel Schaub als Speaker vor Ort und gaben einen Einblick in ihren Werdegang und ihre Entscheidung, sich an die Berater von ExNa zu wenden. Die zahlreichen weiteren Gäste wurden aktiv durch Grosche mit einbezogen, sodass jeder seinen Gedanken zum Thema Unternehmensnachfolge und Portfolioerweiterung freien Lauf lassen konnte. Das Motto „Einfach mal machen“ war somit Programm.

Moderator Tino Grosche, ExNa-Teammitglied Lukas Lichtenberg und Daniel Schaub
Moderator Tino Grosche, ExNa-Teammitglied Lukas Lichtenberg und Daniel Schaub

„Das Projekt ExNa ist mir eine große Hilfe und Unterstützung. Ich habe mich ganz bewusst für das Projekt entschieden, da hier auch die weichen Faktoren der Übernahme berücksichtigt werden und zum Beispiel auf emotionale Befindlichkeiten im Übergabeprozess eingegangen werden. Die Unternehmensnachfolge ist eine große Chance, da Innovationen aus den bestehenden Kompetenzen der Mitarbeiter entwickelt werden können. Für mich war immer klar, dass ich mich selbstständig machen möchte, denn: Das Unternehmertum ist für mich wie ein Infekt, aber im positiven Sinn. Einmal von dem Gedanken angesteckt, hat es mich nicht mehr losgelassen. Das Projekt ExNa steht in diesem Vorhaben an meiner Seite.“ - Daniel Schaub

Moderator Tino Grosche interviewt Josefine Ullmann, Inhaberin von Elb Estate
Moderator Tino Grosche interviewt Josefine Ullmann, Inhaberin von Elb Estate

„Es gibt ein großes Potenzial in den bestehenden Unternehmen und zwar die Digitalisierung. Ich möchte neben meinem Unternehmen, Elb Estate, noch ein weiters übernehmen, in dem ich meine Erfahrungen aus der Immobilienbranche einbringen kann. So ist es mir möglich, mich weiter abzusichern und mein Portfolio zu erweitern. Ich bin durch die Kick-Off-Veranstaltung auf das Projekt ExNa aufmerksam geworden. Mir ist besonders wichtig, dass die Berater als objektiver Vermittler agieren können. Oft hängt ein großer emotionaler Wert am eigenen Unternehmen und da braucht es eine Instanz, die beide Seiten der Übergabe im Blick hat.“

- Josefine Ullmann

Unter diesem Dropbox-Link stehen die Bilder der Veranstaltung zum Download zur Verfügung.

Mehr Informationen zum Projekt gibt es unter www.europa.sachsen-anhalt.de

Unser erster ExNa-Workshop "Changemanagement"

 

 

Am 25.05. fiel der Startschuss zu unserer eigenen Schulungsreihe für unsere Teilnehmer/innen. In Wochenendseminaren möchten wir die im Projekt eingeschriebenen Existenzgründer/innen in diversen Soft und Hard Skills trainieren und sie so auf ihre künftigen Aufgaben als Nachfolger/innen vorbereiten.

 

Als erstes Schulungsthema haben wir „Changemanagement“ gewählt. Hier wurde der gesamte Veränderungsprozess beleuchtet, der mit einer Unternehmensnachfolge einher geht. Nicole Eisenschmidt von Make Your Change ist Expertin auf diesem Gebiet und leitete den ExNa-Workshop. An dem Seminar nahmen sechs unserer Jung-Unternehmer teil, die sich auf den Nachfolgeprozess vorbereiten oder bereits mitten darin sind.


Einer der Schwerpunkte war der Veränderungsprozess als emotionale Achterbahnfahrt. In einem Diagramm wurde eine Veränderungskurve erstellt, die als Erklärungsmodell für menschliche Emotionen bei positiven wie negativen Veränderungen dient, woraus bestimmte Handlungsmuster im Umgang mit selbigen resultieren. Der zeitliche Ablauf der Kurve kann je nach der individuellen Persönlichkeitsstruktur stark variieren. Die Reihenfolge von Vorahnung – Verneinung – Schock – rationaler und emotionaler Akzeptanz mit den dazugehörigen Gefühlen von Sorge – Wut – Angst – Frust – Trauer bleibt dabei bestehen. Auch die Gewohnheit im Umgang mit Veränderungen spielt hier eine große Rolle in der persönlichen Ausprägung des Kurvenverlaufes.

Ein weiterer wichtiger Faktor im Change-Prozess ist das Rollenverständnis des potenziellen Nachfolgers. Hier wurden verschiedene Fragen aufgeworfen:

  • Wie ändern sich die Rollenerwartungen, die an mich gestellt werden? Die Teilnehmer hatten schnell Ideen zu dieser Frage: Ich selbst in der Chefrolle versus dem Altinhaber, den Mitarbeitern der Firma, Kunden und Lieferanten sowie gegenüber der eigenen Familie in Bezug auf die Selbstständigkeit.
  • Worin liegt meine Verantwortung begründet? Oder um genauer zu sein: Welchen Erwartungen möchte/kann ich gerecht werden? Wie und wo setze ich Grenzen gegenüber unangemessenen Erwartungshaltungen von außen? Wo liegt meine Verantwortung in der Nichterfüllung von Erwartungen?
  • Wie kann ich meine Führungsverantwortung reflektieren? Konkrete Fragestellungen sind beispielsweise: Was treibt mich an? Wo reagiere ich übermotiviert? Was motiviert andere und wie kann ich das nutzbar machen?

 

 

 

Ebenso ist die Kommunikation ein nicht zu unterschätzender Erfolgsfaktor in Veränderungsprozessen. Die folgende Kette, die am Workshop-Tag erstellt wurde, soll dies anschaulich verdeutlichen.

Zitat nach Konrad Lorenz
Zitat nach Konrad Lorenz

Im letzten großen Themenkomplex wurde auf die zu berücksichtigenden Mitarbeiterstrukturen und insbesondere die Teamentwicklungsphasen eingegangen. Eine wichtige Frage, die sich jede/r der Jung-Unternehmer/in stellen sollte wurde hier aufgeworfen: Worin liegt die Verantwortung der Führungskraft in der Begleitung von Teambildungen?

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Frau Eisenschmidt für ihren reichlichen Input und bei unseren Teilnehmern für den spannenden Tag!

ExNa zu Gast bei der Gründerwoche der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

 

Unser Team folgte am 16. Mai 2019 der Einladung des Gründerservice der Uni Halle, Teil des Programms im Rahmen der Gründerwoche zu werden. Im Löwengebäude der Uni trafen sich Netzwerkpartner von ExNa, um zu verschiedenen Fachrichtungen rund um das Thema „Gründung“ zu referieren. Neben ExNa waren unter anderem die Investitionsbank Sachsen-Anhalt, die Gründungsberater der Uni Halle und BPC – DIE UNTERNEHMERinnen AKADEMIE vor Ort, um die Fragen der Studierenden zu beantworten.

 

Den Anfang machte am letzten Tag der Gründerwoche Christian Ballerstedt von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt. Er stellte die verschiedenen Förderprogramme aus den Bereichen ego.-Gründungstransfer, ego.-Start und Sachsen-Anhalt Digital vor. Auf letzteres ging er besonders im Detail ein, da das Förderprogramm Sachsen-Anhalt Digital eine Neuerung darstellt. Unter den Stichworten Digital Creativity, welches sich mit der Entwicklung von Produkten und der Schaffung innovativer audiovisueller Medienprodukte mit interaktiven Inhalten befasst und Digital Innovation, in dem es um die Entwicklung von Prozessen in zukunftsweisenden Technologien geht, konnte er großes Interesse im Publikum wecken. Gerade für Studierende, die sich allein oder in Gruppen mit dem Gedanken der Neugründung beschäftigen, war dieser Slot besonders interessant. Anschließend wies Moritz Bradler, Gründungsberater der Uni Halle auf Gründungsförderprogramme auf Bundesebene hin, wie zum Beispiel das exist Gründerstipendium, dass eine Anschlussfinanzierung für Start-Ups sichern kann und damit eine Ergänzung zu den Förderprogrammen der Investitionsbank darstellt.

 

Stefan Ahrens, Gründungsberater des Gründerservice „Start it up“ stellte Gründerbasics und Best Practice Beispiele zum Thema Neugründung vor. „Wie wird man Unternehmer? Welche Schritte muss man gehen? Welche Tipps gibt es für Gründer?“ sind nur wenige der Fragen, die er den Studierenden als Denkanstoß stellte. Er beschäftigte sich in seinem Slot also mit den grundlegenden Überlegungen, die man vor einer Gründung anstellen sollte. Von der Ideenfindung und der Suche nach Nischen über das passende Geschäftsmodell bis zu rechtlichen Fragen und der sozialen wie finanziellen Verantwortung schnitt er einige wichtige Punkte an. Als Best-Practice-Praxisbeispiel führte er Claudia Geigenmüller an, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht hat und seit 2015 unter ihrem Kreativlabel www.muehlenkind.com erfolgreich Brett-, Würfel- und Kartenspiele entwirft und Spielideen bewertet – beispielsweise für den Ravensburger Spieleverlag.

 

Den dritten Slot des Tages gestaltete Mila Bruk, Projektmitarbeiterin von BPC – DIE UNTERNEHMERinnen AKADEMIE gemeinsam mit Claudia Zeidler, Geschäftsführerin und Inhaberin des Edeka Weißenfels, zu den Vor- und Nachteilen eines Franchisesystems. Nach einer Vorstellung von BPC und einem fachlichen Abriss zum Franchisebegriff sowie einer Darstellung von Vor- und Nachteilen anhand einiger Beispielunternehmen durch Frau Bruk, brachte Frau Zeidler den praktischen Part mit ein. Im Jahr 2018 gewann sie den Preis „Unternehmerin des Landes“ in der Kategorie „Mehr als 6 Mitarbeiter/innen“. In ihrer mehrfach ausgezeichneten Filiale in Weißenfels beschäftigt sie aktuell 135 Mitarbeiter/innen, deren Zufriedenheit und Rückhalt für sie einen großen Stellenwert hat. Neben ihren Ausführungen zu ihrem Werdegang und den spezifischen betrieblichen Strukturen im Erwerb einer Edeka-Filiale gab sie den Studierenden vor allem hilfreiche Tipps in Sachen Mitarbeiterführung. Mit ihrer sympathischen und ehrlichen Art konnte sie die Studierenden voll für sich einnehmen.

 

Zum Ende des Programmes war das ExNa-Projekt-Team an der Reihe, dem Publikum - im Gegensatz zu den vorigen Slots mit dem Fokus auf Neugründung - die Gründung im Rahmen der Unternehmensnachfolge näher zu bringen. Hierzu stellte Kirsten Jaeschke vom ExNa-Team das Projekt mit dessen Anliegen und Inhalten vor. Die neue Ausrichtung des Programms regte die Studierenden zu zahlreichen Fragen an. Als Speaker konnte ExNa Frau Elke Simon-Kuch von SIMON WERBUNG für sich gewinnen. Aus der eigenen Betroffenheit, eine Familiennachfolge anzutreten, erzählte sie aus ihrem Erfahrungsschatz zur Nachfolgethematik. In familiärer Atmosphäre ging sie ausführlich auf die Nachfragen der Studierenden ein, erzählte über ihre Studienzeit und die Anfänge ihrer beruflichen Laufbahn im Betrieb ihrer Mutter und gab Einblick in den Prozess und die Hürden der Entscheidungsfindung, gemeinsam mit ihrem Bruder die Familienunternehmung zu übernehmen. Als ehemalige Studentin der Uni Halle war der Auftritt für Frau Simon-Kuch ein echtes Heimspiel. Mehr zum Thema „Familiennachfolge“ gibt es im Beitrag auf unserer Website unter Stories.

 

 

Wir bedanken uns ganz herzlich beim Gründerservice der Uni Halle für die Kooperation und freuen uns auf die nächsten gemeinsamen Veranstaltungen!

UNSERE VERANSTALTUNGEN


22 JUN 2019

Sommerfest der Otto-von-Guericke Business School Magdeburg

Hamburg

ExNa zu Gast auf dem Sommerfest der MBA

 


22 AUG 2019

START-UP NIGHT – Gründerparty mit Pitch und Pizza

Hamburg