Blog 2020

Das Gründer & Unternehmer BarCamp als hybrider Veranstaltungsvorreiter

 

Auch das Team des Projektes ExNa versucht langsam ein Stück Normalität in der noch andauernden Pandemie zurückzugewinnen. So nahmen wir ganz traditionell – offline – am Gründer & Unternehmer BarCamp am 01.09.2020 teil, welches durch Marianna Ackermann organisiert wurde. Die Stadtsparkasse Magdeburg trat hier, neben vielen anderen, als Partner des BarCamps auf und stellte Räumlichkeiten für das Event zur Verfügung. In gewohnter BarCamp-Atmosphäre stand die Kommunikation und der Austausch auf Augenhöhe an erster Stelle. Da auch an diesem Veranstaltungsformat die Corona-Krise nicht spurlos vorbei ging, wurde das Event im Vorfeld offline und online geplant. So konnten sich zu den regulären Sessions Teilnehmer aus ganz Deutschland per Zoom dazuschalten und rege an den Diskussionen teilnehmen. Es waren alle Sessionvorschläge rund um die Themen Gründung und Unternehmertum gern gesehen, sowie kreative Gesprächsrunden zu Achtsamkeit & Selfcare in der Selbstständigkeit. Wir bedanken uns bei Marianna Ackermann für einen gelungenen Tag, der uns im Prä-Corona-Netzwerken schwelgen lies.

Wir haben erneut Hochzeit gefeiert! Die Astroklause hat einen neuen Inhaber

 

Im Juni konnte das Team des Projektes ExNa einen weiteren Erfolg verzeichnen. Es wurde die vierte, durch das Projekt „ExNa – Existenzgründungen im Rahmen der Unternehmensnachfolge“ begleitete Nachfolge gesichert. Das Besondere hierbei, trotz Corona zeigte ein Unternehmer Mut und besiegelte die Unternehmensnachfolge mit einer gebührenden Firmenübergabe. Am 29.06.2020, pünktlich zum 30-jährigen Firmenjubiläum der Astroklause in Aschersleben luden das Altinhaberehepaar Rother zusammen mit dem Neuinhaber Herr Morgenstern, seiner Lebensgefährtin Frau Ujj und dem Team des Projektes EXNA in die Astroklause ein, um mit der feierlichen Übergabe die Hochzeit perfekt zu machen. Es war ein sonniger Tag und alle waren bester Laune als das Altinhaberpaar Rother die ehemalige Kneipe, die seit 1965 als „Café Kosmos“ bestand, in die Hände des neuen Inhabers übergaben.

Zu den Feierlichkeiten waren zahlreiche Medienvertreter und Vertreter der Kammern und des Landkreises eingeladen. Durch die Wirtschaftsförderung Aschersleben, insbesondere Herrn May, wurde das Team des Projektes ExNa auf die Suche der Familie Rother aufmerksam gemacht und konnte somit tatkräftig bei der Nachfolgeplanung unterstützen.

Steffen Voß, Geschäftsführer des Projektträgers EVENTUS Wirtschaftsberatung GmbH, überreichte dem Ehepaar Rother und Herrn Morgenstern eine Aufmerksamkeit zur feierlichen Übergabe und bedankte sich bei allen Beteiligten für ein spannendes Projekt: „Wir freuen uns sehr, pünktlich zum 30. Jubiläum der Astroklause eine so reibungslose Nachfolge begleitet zu haben.“ Wir wünschen Herrn Morgenstern mit seiner Astroklause alles Gute!

 

Durch Herrn Morgenstern bleibt die Astroklause zeitgemäß aufgestellt und wird mit neuen Angeboten, wie Grillabenden, Dartevents und kulinarischen Themenwochen eine junge Zielgruppe ansprechen können und so die nächsten 30 Jahre des Bestehens sichern.

Unser Einblick in den wirtschaftspolitischen Jahresauftakt des BVMW Sachsen-Anhalt

 

Am 07. Februar 2020 waren wir zum wirtschaftspolitischen Jahresauftakt des BVMW Sachsen-Anhalt in die Johanniskirche in Magdeburg eingeladen. Der Bundesverband mitteldeutsche Wirtschaft eröffnete mit der Band des CJD Sachsen-Anhalt die Veranstaltung. Mit Liedern wie „Aufstehen, aufeinander zugehen“ sorgte die Gruppe für Stimmung unter den Gästen. Nach einer kurzen Anmoderation von Frauke Rauner (Radio SAW) richtete sich Peter Martini, Leiter des Kreisverbandes, mit einer Eröffnungsrede an das Publikum, in der er den Fachkräftemangel und die Digitalisierung als maßgebliche Herausforderungen für den Mittelstand identifizierte. Dem schloss sich Rainer Nitsche, Beigeordneter des Dezernates für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit, der in Vertretung für Oberbürgermeister Lutz Trümper sprach, an. Neben den allgemeinen Herausforderungen wurden aber auch hochaktuelle Themen in die Reden eingebunden. So war auch das Wahldesaster von Thüringen ein großes Thema, dass sich durch die Veranstaltung zog - nicht zuletzt wegen seiner drohenden Auswirkungen auf die mittelständische Wirtschaft. 

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann positionierte sich in seiner bewegenden Rede ganz eindeutig gegen Rechts und machte deutlich, dass das Ergebnis der Wahl kein „Betriebsunfall“ sei. Willingmann vertrat Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff, der aufgrund der Ereignisse in Thüringen kurzfristig absagen musste. Willingmann bekräftigte, es bedürfe einer „Brandmauer gegen den Unfug der neuen Nationalisierung“ und betonte, dass rassistische Positionen nicht mehrheitsfähig werden dürfen. Nur eine feste Politik würde eine starke Wirtschaft hervorbringen, nicht etwa die aktuelle Instabilität. Außerdem müssten die ländlichen Regionen im gleichen Maße wie die Ballungsräume Magdeburg und Halle (Saale) gefördert werden, um den Mittelstand auf Kurs zu halten. Entgegen mancher kritischer Stimmen sieht er die Digitalisierung als Chance für neue Arbeitsplätze und nicht als Gefahr, denn: „Wo keine Krise ist, muss keine herbeigeredet werden.“ Zum Ende seiner Rede befürwortete er den Beschluss des Zuwanderungsgesetztes mit unbürokratischen Verfahren, um eine realistische Umsetzbarkeit erzielen zu können, da der drohende Fachkräftemangel durch die Geburten im Land und die steigende Attraktivität Sachsen-Anhalts für deutsche Arbeitskräfte allein nicht ausreiche.

Auch der Vizepräsident des BVMW, Dr. Jochen Leonhardt, griff die Thüringenproblematik auf und forderte Verlässlichkeit für den Mittelstand und keine Einbahnstraßenpolitik. Er betonte weiterhin besonders eine Besinnung auf die Nachhaltigkeit und kritisierte die Konsumgesellschaft, indem er als Beispiel die neuerliche Bonpflicht ansprach. In seiner Rede verlangte er, die Fach-, Haupt- und Realschulen mehr zu fördern, um anschließende Ausbildungsberufe und somit den Mittelstand zu stärken.

Um auf ein besonders regionales Thema einzugehen, war Andrea Jozwiak vor Ort. Sie ist für das Marketing im Bewerbungsbüro Magdeburg 2025 zuständig und informierte zum aktuellen Stand um die Bewerbung zur Kulturhauptstadt der Stadt Magdeburg und zeigte Chancen für die Wirtschaft auf. So fließen für jeden investierten Euro die sechsfache Menge in das Land Sachsen-Anhalt zurück. Da Magdeburg das Konzept, die Größe, Infrastruktur, Hotels, die Kultur und vieles weitere als Grundvoraussetzung für einen Erfolg habe, stelle sich nur noch die Frage: Hat Magdeburg auch den Willen? Die Auflösung erfahren wir am 23.09.2020, denn an diesem Tag fällt die Entscheidung, welche Stadt den Titel für sich gewinnt.

Patrick Meinhardt, Direktor Politik Europa des BVMW, thematisierte anschließend die Fehlkalkulationen im Digitalpakt und die zu großen bürokratischen Hürden, die die Schulen bereits vor einer Antragstellung zurückschrecken lassen. Es habe bisher noch keine Schule aus Sachsen-Anhalt Gelder bezogen. Er unterbreitete einige Vorschläge, wie die Digitalisierung in einem anderen Tempo voranschreiten könne, wie beispielweise eine gleichmäßige Ausschüttung auf alle Schule verbunden mit einer eigenverantwortlichen Infrastruktur. Das Bildungssystem müsse wieder „vom Kopf auf die Füße“ gestellt werden, um die berufliche Bildung in das Zentrum der Debatte zu rücken und die Ausbildung im gesellschaftlichen Ansehen auf eine Stufe mit dem Studium zu stellen.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es eine offene Podiumsdiskussion mit Patrick Meinhardt, Prof. Dr. Bernd Okun (DeVacto Akademie Leipzig) und Hans-Georg Ehle (Ehle Insystec GmbH) zu den Themen Nachfolge, Fachkräfteausbildung, Digitalisierung und Zuwanderung. 

Das erste Messe-Highlight des Jahres: Das Projekt ExNa auf der Messe Chance

 

Die erste große Jobmesse des Jahres stellte erneut die Messe Chance in Halle (Saale) vom 10. und 11. Januar dar. Das Team des Projektes ExNa war selbstverständlich wieder mit vor Ort, um in der Gründerhalle die Messebesucher/innen über die Möglichkeit aufzuklären, als Unternehmensnachfolger/in in die Selbstständigkeit zu gehen. An unserem Stand zwischen bedeutenden Netzwerkpartnern, wie der Investitionsbank Sachsen-Anhalt und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und ihrem Gründerservice, konnte das Projekt-Team vielversprechende Gespräche führen. Unter dem Motto „Zukunft selbst gestalten“ lockte die Bildungs-, Job- und Gründermesse rund 10.000 Besucher/innen in die Halle Messe, in der sie auf 9.500 Quadratmetern über 300 Aussteller vorfanden. Zu den Highlights der Messe Chance zählten neben der Eröffnungsrede durch Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt die rund 50 Vorträge, Talks & Workshops zu Themen wie Karriere, Beruf & Studium.


Die dritte ExNa-Hochzeit ist perfekt: Die feierliche Übergabe der bms Rockmann GmbH

 

Das Ende des vergangenen Jahres hat dem Team des Projektes ExNa noch einen weiteren Erfolg beschert. Es konnte die dritte, durch das Projekt „ExNa – Existenzgründungen im Rahmen der Unternehmensnachfolge“ begleitete, Unternehmensnachfolge gesichert werden. Am 13.12.2019 luden Sören Neubarth, Neuinhaber der bms Rockmann GmbH und der vorherige Geschäftsführer Reinhard Kress gemeinsam mit dem Projekt ExNa in die Astroklause in Aschersleben ein, um mit der feierlichen Übergabe der bms Rockmann GmbH einen wichtigen Schritt in die Zukunft zu machen.

Zu den Feierlichkeiten waren zahlreiche Medienvertreter und Vertreter der Kammern und des Landkreises eingeladen. Durch die Wirtschaftsförderung Aschersleben, insbesondere Herrn May, wurde Herr Neubarth als potenzieller Nachfolger mit dem Team des Projektes ExNa bekannt gemacht und so die Hochzeit ermöglicht. Vertreten wurde die Wirtschaftsförderung Aschersleben vor Ort durch Herrn Fischer, welcher persönlich seine herzlichen Glückwünsche zur geglückten Unternehmensnachfolge übermittelte. Passend zu diesem Meilenstein präsentierte Herr Kress stolz die Urkunde zum 125-jährigen Geschäftsjubiläum, die am 20.10.2019 von der Handwerkskammer Halle (Saale) überreicht wurde: „Es freut mich besonders, dass unsere langjährige Familientradition durch die Hilfe des Projektes ExNa erhalten bleiben kann. Am meisten hat mich aber erstaunt, wie schnell und reibungslos alles funktionierte – das habe ich zu Beginn nicht so erwartet und wurde sehr positiv überrascht.“.

Steffen Voß, Geschäftsführer des Projektträgers EVENTUS Wirtschaftsberatung GmbH, überreichte Herrn Neubarth und Herrn Kress eine Aufmerksamkeit zur feierliche Übergabe und bedankte sich bei allen Beteiligten für ein spannendes Nachfolgeprojekt: „Hier durften wir eine ganz besondere Herausforderung annehmen und eine Unternehmensnachfolge begleiten, in dem eine 125-jährige Familientradition zwar als Generationenwechsel, aber nicht als Familiennachfolge vollzogen wurde. Umso mehr freut es uns, dass die bms Rockmann GmbH mit Herrn Neubarth als neuem Inhaber in eine starke Zukunft blicken kann.“ Wir wünschen Herrn Neubarth und der bms Rockmann GmbH ebenfalls alles Gute!